08.10.2026 | 10 Bilder

3. Gasteiner Tourismustag: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Gästebedürfnisse, Ganzjahresangebote und Gesundheit

Kurztext 251 ZeichenPlaintext

Wie entwickelt sich Gastein als Urlaubsdestination weiter? Beim 3. Gasteiner Tourismustag am 6. Oktober im Kursaal Bad Hofgastein standen neue Reisebedürfnisse, zukunftsfähige Angebote und die Stärke der Region im Gesundheitstourismus im Mittelpunkt. 

Pressetext 4584 ZeichenPlaintext

Rund 150 Teilnehmer*innen folgten der Einladung der Gasteinertal Tourismus GmbH. Die Kur- und Tourismusverbände der drei Orte, Bergbahnen, Thermen und der Gasteiner Heilstollen brachten ihre Perspektiven ein. Sandra Lahnsteiner moderierte den Nachmittag.

Die Gäste von morgen und ihre Bedürfnisse

Im Mittelpunkt des Gasteiner Tourismustages stand die Zukunft des Tourismus und damit auch die Frage: Was erwartet der Gast von morgen? Zukunfts- und Trendforscherin Anja Kirig zeigte, wie Megatrends wie Digitalisierung und KI, Urbanisierung sowie Klimawandel die Bedürfnisse der Gäste verändern. Sie suchen Flexibilität, Einfachheit und Abwechslung, zugleich aber auch Ruhe und Abstand zum komplexen Alltag. Dabei wünschen sie sich Unterstützung, möchten aber gleichzeitig Handlungsfreiheit. Kirig brachte es so auf den Punkt: „Der Gast von morgen möchte entlastet werden, nicht entmündigt.“

„Die Vielfalt, die Gäste von morgen suchen, bietet Gastein bereits“, betonte Jürgen Bess, Geschäftsführer der Gasteinertal Tourismus GmbH. Mit seinen Bergen, Thermen und Gesundheitsangeboten verbindet Gastein Gegensätze wie Bewegung und Regeneration und kann so auch den sich verändernden Bedürfnissen der Gäste gerecht werden. Entscheidend ist nun, diese Stärken gemeinsam klar zu vermitteln und ihr Potenzial erfolgreich zu nutzen.

Zukunftsprojekte der Bergbahnen Sommer wie Winter

Wie Gastein attraktive Erlebnisse über alle Jahreszeiten hinweg bieten und sich auf klimatische Veränderungen vorbereiten kann, zeigten die vorgestellten Zukunftsprojekte der Bergbahnen. In Dorfgastein standen Beschneiung und Wasserversorgung des Skigebietes im Fokus. Matthias Egger präsentierte die neue Wasserversorgung für die Beschneiung über die Gasteiner Ache, in die insgesamt 6,5 Millionen Euro investiert werden. Sie halbiert die Beschneiungszeit am Berg und geht bereits zur Wintersaison 2027/28 in Betrieb. Andreas Innerhofer von den Gasteiner Bergbahnen berichtete von einem erfolgreichen Sommer mit Zuwächsen auf allen Bergen und stellte die neue digitale Erlebniswelt vor. Sie eröffnet Mitte Dezember 2026 im Untergeschoss der Schlossalmbahn und verbindet alpine Natur mit moderner Technologie zu einem ganzjährigen, wetterunabhängigen Angebot. Zudem gab er einen Ausblick auf neue, leistungsfähigere Beschneiungsanlagen.

News aus den Orten

Neues gab es auch aus allen drei Orten zu berichten: Alexandra Portenkirchner stellte die geplante Weiterentwicklung des Dorfgasteiner Solarbads mit wetterunabhängigen Freizeitangeboten und einem neuen Indoorspielplatz für Familien vor. Eva Irnberger präsentierte Überlegungen zur Modernisierung des Kursaals sowie zur teilweisen Neugestaltung der Alpenarena und Ideen zur zukünftigen Nutzung des Kurparks in Bad Hofgastein, um Veranstaltungen und eine ganzjährige Nutzung zu stärken. Für Bad Gastein berichtete Olaf Krohne von einer positiven Nächtigungsentwicklung, Herausforderungen bei der Infrastruktur und der Arbeit an einer neuen Positionierung des Ortes.

Gesundheitstourismus weiterentwickeln

Anja Kirig und Univ.-Prof. Dr. Arnulf Hartl betonten in ihren Beiträgen die zunehmende Bedeutung älterer Zielgruppen im Zuge des demografischen Wandels. Beide verwiesen zudem auf das wachsende Interesse der Gäste, im Urlaub etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Die Alpentherme knüpft mit ihrem Fokus auf Longevity im Gesundheitszentrum genau hier an, wie Klaus Lemmerer erläuterte. Medizinische Diagnostik, moderne Therapien und Gasteiner Thermalwasser werden in Zukunft verstärkt zu individuellen Gesundheitsprogrammen verbunden. Christoph Köstinger vom Gasteiner Heilstollen sprach sich für eine breitere Angebotspalette aus und verwies auf eine neue Personalstelle für die talweite Produktentwicklung im Gesundheitstourismus.

Univ.-Prof. Dr. Arnulf Hartl erläuterte in seinem Vortrag „Longevity und gesunde Lebensjahre: Was wirkt wirklich?“ humorvoll und anhand vieler anschaulicher Beispiele, wie Wandern und bereits ein einwöchiger Urlaub die Gesundheit über Monate positiv beeinflussen können. Dabei stellte er auch die Neuausrichtung des Forschungsinstituts Gastein unter seiner Führung vor.

Mit vielfältigen Impulsen für die Zukunft und dem persönlichen Austausch zwischen Betrieben, Partnern und Tourismusverantwortlichen erwies sich auch der 3. Gasteiner Tourismustag als wertvolle Plattform für die gemeinsame Weiterentwicklung der Region. Das Format hat sich etabliert und wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt.

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (10)

3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 021
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 252
3 Gasteiner Tourismustag (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, mangotree photography
3 000 x 2 331