Die Region Gastein zeigt, wie nachhaltige touristische Mobilität konkret funktionieren kann: Seit der Einführung der Tourismus-Mobilitätsabgabe und des Guest Mobility Tickets im SalzburgerLand nutzen deutlich mehr Gäste den öffentlichen Verkehr im Tal.
Auf diese gestiegene Nachfrage wird seit 23. Mai 2026 mit einer deutlichen Verdichtung des Angebots reagiert: Beim Pressetermin am 17. Juni präsentierten der Salzburger Verkehrsverbund und die Verantwortlichen der Region Gastein den 15-Minuten-Takt zwischen Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein und Sportgastein, der täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr (bis einschließlich 20. September) angeboten wird.
Die Verdichtung fügt sich in eine Reihe konkreter Mobilitätsprojekte im Tal ein und baut auf einer starken Ausgangslage auf: Die Bahnhöfe in allen drei Orten werden bis 2027 noch weiter modernisiert und besser mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft. In Dorfgastein wird der Bahnhof samt Vorplatz neu aufgestellt, in Bad Hofgastein verbinden Busterminal Schlossalmbahn, Citybus-Angebot und neue Ladeinfrastruktur zentrale Punkte, und in Bad Gastein rücken mit modernisiertem Bahnhof, neuem Vorplatz und Busterminal Bahn und Bus noch enger zusammen. Dass die öffentliche Anreise bereits gut angenommen wird, zeigt die T-MONA-Umfrage: Im Tourismusjahr 2024/25 reisten rund 21 Prozent der Gäste mit Bahn oder Bus ins Gasteinertal an – deutlich mehr als in vergleichbaren alpinen Regionen mit rund 6 Prozent.
Attraktive Angebote schaffen neue Nachfrage
Mit der Einführung der Tourismus-Mobilitätsabgabe am 1. Mai 2025 und dem damit verbundenen Guest Mobility Ticket wurde im Salzburger Land ein wichtiger Schritt für nachhaltige Mobilität gesetzt. In Gastein wurde der öffentliche Verkehr zusätzlich für Einheimische attraktiver: Seit Sommer 2025 können sie mit der Gemeindekarte Gasteinertal um 1 Euro pro Tag mit dem Bus fahren. Mehr Gäste und Einheimische nutzen seither den öffentlichen Verkehr, die Nachfrage ist spürbar gestiegen. Damit bestätigt sich die Strategie, dass ein attraktives Angebot zusätzliche Nachfrage schafft. Nach dem 30-Minuten-Takt im Sommerfahrplan 2025 wurde das Angebot auf den Linien 550 und 553 daher weiter verdichtet: Seit 23. Mai 2026 fährt täglich von etwa 9:00 bis 17:00 Uhr ein Bus im Viertelstundentakt.
„Die Entwicklung im Gasteinertal ist eine echte Erfolgsgeschichte des öffentlichen Verkehrs. Innerhalb kurzer Zeit konnten wir das Angebot vom Halbstundentakt auf einen Viertelstundentakt verdichten und gleichzeitig den Einsatz emissionsfreier Busse ausbauen. Dass die Fahrgastzahlen trotz der laufenden Angebotsverbesserungen weiter steigen, zeigt: Attraktive, einfache und nachhaltige Mobilitätsangebote werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen angenommen“, erklärt Johannes Gfrerer, Geschäftsführer der Salzburger Verkehrsverbund GmbH.
Mobilitätsausbau stärkt alle drei Orte im Gasteinertal
Für die Region Gastein ist dieser Ausbau mehr als eine Fahrplanverbesserung. Er zeigt beispielhaft, wie Mobilitätsabgabe, einfache Nutzung, steigende Nachfrage und ein konsequenter Angebotsausbau ineinandergreifen. „Gastein hat bei der öffentlichen Anreise bereits eine starke Basis. Mit dem neuen 15-Minuten-Takt wird diese Stärke nun konsequent weitergeführt: Wer mit Bahn oder Bus anreist, findet vor Ort ein dichteres und einfacher nutzbares Mobilitätsangebot vor. Gleichzeitig wird der öffentliche Verkehr auch für die Einheimischen attraktiver. Mit der Gemeindekarte Gasteinertal können sie seit dem vergangenen Sommer um 1 Euro pro Tag mit dem Bus fahren. Damit stärkt der Ausbau nicht nur die Mobilität der Gäste, sondern auch die Alltagsmobilität der Bevölkerung im Tal“, sagt Theresa Krainz, Nachhaltigkeitskoordinatorin für die Region Gastein.
Aus touristischer Sicht ist der neue Takt ein wichtiger Schritt für alle drei Orte im Gasteinertal. In Dorfgastein wurde der Bahnhof modernisiert, mit der Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes folgt ein weiterer Baustein für eine bessere Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr. Zugleich ist Dorfgastein in der Haupttageszeit in den neuen 15-Minuten-Takt auf der Talachse eingebunden. „Der dichtere Takt macht Dorfgastein für Gäste ohne Auto noch besser erreichbar und stärkt die Verbindung im gesamten Tal. Mit der fortschreitenden Modernisierung des Bahnhofs wird diese Entwicklung konsequent weitergeführt“, sagt Alexandra Portenkirchner, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Dorfgastein.
In Bad Hofgastein ergänzt der neue Takt ein Mobilitätsangebot, das zentrale Punkte wie Bahnhof, Ortszentrum, Alpentherme und Busterminal Schlossalmbahn gut verbindet. Zusätzlich verkehren auf den Citybus-Linien 557, 558 und 559 seit Frühjahr 2026 größtenteils elektrische Linienbusse, zwei neue Ladestationen schaffen dafür die notwendige Infrastruktur. „Für Gäste wird es noch einfacher, sich in Bad Hofgastein und im gesamten Tal flexibel zu bewegen. Die Verbindung aus modernisiertem Bahnhof, dichter Busanbindung und dem Busterminal bei der Schlossalmbahn ist dafür ein wichtiger Baustein“, sagt Eva Irnberger, Geschäftsführerin des Kur- und Tourismusverbandes Bad Hofgastein.
In Bad Gastein greifen Bahn, Bahnhofsvorplatz und Busterminal künftig besonders kompakt ineinander. Mit dem modernisierten Bahnhof, dem neu gestalteten Vorplatz und dem neuen Busterminal entstehen kurze Wege zwischen Ankunft und Weiterfahrt. Das macht die Anreise ohne Auto besonders komfortabel – auch mit Blick auf Sportgastein, das seit 23. Mai 2026 in der Haupttageszeit im 15-Minuten-Takt erreichbar ist. „Mit dieser Verbindung entsteht in Bad Gastein ein Angebot, das in dieser Form außergewöhnlich ist. Bahnhof, Ortszentrum, Bergbahn, Therme und Sportgastein lassen sich ohne eigenes Auto komfortabel erreichen – damit wird Bad Gastein zu einem Musterbeispiel für Urlaub mit öffentlicher Anreise“, sagt Olaf Krohne, Geschäftsführer des Kur- und Tourismusverbandes Bad Gastein.
Weitere Informationen zur Region unter https://www.gastein.com/